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Stadtteilgruppe Neustadt

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GRÜNER MONTAG in der Neustadt am 19. November 2012

GRÜNER MONTAG ZUM FAHRRADVERKEHR

Lernen von Kopenhagen – für die Neustadt! Grüne Impulse zum Fahrradverkehr

Erwartungsgemäß viel Gesprächsstoff bot eine Informationsveranstaltung Mitte November zum Thema „Fahrradverkehr in der Neustadt“, zu der die Stadtteilgruppe Neustadt der Grünen eingeladen hatte. Rund 20 Gäste hatten sich dazu eingefunden – nicht zuletzt neugierig darauf, was die beiden ReferentInnen des Abends zu berichten haben würden. Maike Schäfer und Ralph Saxe, umweltpolitische Sprecherin bzw. verkehrspolitischer Sprecher der grünen Bürgerschaftsfraktion, berichteten von Eindrücken, die sie während einer Informationsreise nach Kopenhagen gesammelt hatten, das sich mehr und mehr zur europäischen Hauptstadt des Fahrradfahrens entwickelt.

Eindrucksvoll berichteten die beiden Bürgerschaftsmitglieder davon, wie in Kopenhagen Fahrradfahren heute großgeschrieben wird. Rund 35 Prozent des städtischen Verkehrs werden mittlerweile bereits mit dem Fahrrad abgewickelt – und es sollen in absehbarer Zukunft 50 Prozent werden. Voraussetzung dafür sind die guten Rahmenbedingungen, die seitens Politik und Verwaltung in Kopenhagen dafür geschaffen worden sind. Separate Fahrradstraßen von bis zu 4 Meter Breite, „Grüne Wellen“ an den Ampeln für den Fahrradverkehr, erhebliche Abstriche am Parkraum für den motorisierten Individualverkehr und ein mit Personal und Finanzen gut ausgestattetes Fachressort sind einige Stichworte, die die fahrradfreundliche Politik in Kopenhagen illustrieren. Dabei geht es den Däninnen und Dänen, so Maike Schäfer und Ralph Saxe, gar nicht allein um die positiven Umweltauswirkungen, die das Fahrradfahren mit sich bringt. Viel größere Bedeutung haben andere Vorteile des Radfahrens: Schnelle, bequeme und preiswerte Verbindungen und ein Lebensstil, der Fahrradfahren gesund, cool und sexy findet, erklären den Siegeszug des Fahrrads in der dänischen Hauptstadt.

Die angeregte Diskussion des Vortrages resümierte Ingo Mose, Sprecher des Beirats Neustadt, mit dem Appell, von den vorbildlichen Initiativen in Kopenhagen zu lernen und sich konsequenter als bisher für Maßnahmen zur Förderung des Fahrradverkehrs im Stadtteil einzusetzen. Von Seiten des Senators für Bau, Umwelt und Verkehr gäbe es deutliche Hinweise darauf, dass dies für ganz Bremen gewünscht sei. Auch der Neustädter Beirat sei deshalb gefordert, entsprechende Impulse für die Zukunft zu setzen.

Beiratssitzung aktuell

Die nächste öffentliche Sitzung des Beirates Neustadt und Nr. 16/11-13 des Jugendbeirates Neustadt am

Donnerstag, den 16. Mai 2013, um 19:00 Uhr

Ort: Mensa der Oberschule am Leibnizplatz, Schulstraße 24, 28199 Bremen.

Vorschlag zur Tagesordnung:

1. Genehmigung der Tagesordnung

2. Aktuelle Stadtteilangelegenheiten einschl. - BürgerInnenanträge, Fragen und Wünsche - Bericht des Beiratssprechers und - Bericht des Amtes

3. 19:30 Uhr – 21 Uhr gemeinsam mit dem Jugendbeirat Neustadt: Zusammenarbeit Beirat ↔ Jugendbeirat, Auswertung der bisherigen Arbeit und Vorbereitung der Neuwahlen des Jugendbeirats im September

4. Globalmittelantrag Kulturschmiede e.V.: „Wir leben in einem Westpaket“

5. Genehmigung vorliegender Protokolle (hier: 22/11-15 am 27.02., 24/11-15 am 18.04.13 + nö 06/11-15 am 28.01.13)

6. Verschiedenes


Termine, Orte und Tagesordnungen entnehmen Sie bitte auch der Seite des Ortsamtes Neustadt/Woltmershausen http://www.ortsamt-woltmershausen.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen02.c.736.de

GRÜNER MONTAG ZU WIRTSCHAFTSWACHSTUM

Diskussion über Wirtschaftswachstum und Politik der Mäßigung

„In Bremen und in der Neustadt gibt es viele erfolgreiche Projekte und Unternehmen, die nicht vor allem auf Wachstum setzen und gerade deshalb erfolgreich sind“, freute sich der grüne Umweltsenator Reinhard Loske beim letzten „GRÜNEN MONTAG“, der auf Einladung der grünen Stadtteilgruppe dieses Mal im vollbesetzten Lokal „Falstaff“ stattfand. Loske stellte seine – auch als Buch veröffentlichten - Thesen zum Abschied vom Wachstumszwang vor. Der Senator erläuterte seine Überlegungen zur Zurückdrängung allgegenwärtiger Kommerzialisierung, zur Entwicklung neuer Lebens- und Arbeitsmodelle und zur Regionalisierung von Wirtschaftskreisläufen. Als konkretes Beispiel für eine vernünftige Verringerung von Wachstumsdynamik führte Loske Beispiele für praktische Wiederverwertung an: die Bauteilbörse als günstige Beschaffungsquelle für Menschen mit wenig Geld, gleichzeitig aber auch als Fundgrube für Betuchte, die bei Renovierung oder Neubau auf die Verwendung authentischer Stücke und Materialien Wert legen; aber auch die ZwischenZeitZentrale, die - gefördert durch den Bausenator – Zwischennutzungen für brachliegende Gebäude und Flächen in Bremen organisiert. Renate Heitmann, Geschäftsführerin der Bremer Shakespeare Company, verwies darauf, dass gerade Kunst und Kultur sich nicht den überall spürbaren Wachstumszwängen unterordnen dürften; Kreativität brauche Zeit und nur unter dieser Voraussetzung könne Kunst auch dazu beitragen, Problemlösungen und neue Lebensmodelle zu entwickeln. Mehr Verfügungsgewalt über die eigene Zeit und eine gerechtere Verteilung von Arbeitszeiten forderte auch Inge Danielzick, Leiterin des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt in Bremen. „So können mehr Menschen an Wachstumsentwicklungen teilhaben. Andererseits wären dann diejenigen, die einer bezahlten Arbeit nachgehen, nicht so stark den Flexibilitätszwängen und dem Stress der modernen Arbeitswelt ausgesetzt.“ Auch Wilmar Bressel, Geschäftsführer der Silberwarenmanufaktur Koch & Bergfeld, konnte sich den Loske-Thesen weitgehend anschließen, indem er Qualität und Langlebigkeit von Gebrauchsprodukten in den Blick rückte. Hochwertige Produkte seien auch als „Statement gegen Wegwerfgesellschaft und Beliebigkeit zu verstehen“, und diese Philosophie drücke sich ebenso im Umgang mit Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen wie in den Produktionsverfahren oder in der Umweltkampagne seiner Firma aus. Ob und wie eine „Politik der Mäßigung“ tatsächlich umsetzbar sei und welche Folgen dabei für die Beteilig-ten zu erwarten wären, war dann auch Gegenstand der intensiven Diskussion, in die sich die Zuhörer/innen engagiert einmischten. Nicht zuletzt darin sah Moderator Günter Warsewa eine Ermutigung für die weitere Suche nach Alternativen zu den unheilvollen Wachstumszwängen und eine Bestätigung für die Arbeit der GRÜNEN.

Grüner Montag zur Barrierefreiheit in der Neustadt

Beim 2. Grünen Montag in der Neustadt herrschte Einigkeit bei den ca. 30 Teilnehmenden: „Ebenso wie es inzwischen Standard ist, energiesparend zu bauen, sollte es Standard sein, barrierefrei zu bauen – davon haben alle etwas! Sie nützt nicht nur Menschen mit Behinderungen, sondern bietet allen einen zusätzlichen Komfort“, fasste Horst Frehe, sozialpolitischer Sprecher der Bürgerschaftsfraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN, die Diskussion bei der Veranstaltung „Barrierefrei und selbstbestimmt leben in der Neustadt“ im Martinsclub zusammen. Die grüne Stadtteilgruppe Neustadt hatte zum zweiten Mal in diesem Jahr eingeladen, um die Sicht auf Neustädter Probleme zu schärfen und nach Lösungen zu suchen.

Sebastian Jung, Leiter des Fachbereichs Wohnen im Martinsclub, schilderte anschaulich das Entstehen des Wohnprojektes „Quartier Wohnen“ in Findorff. „Hier wohnen Behinderte in ihrer eigenen Wohnung, es bildet sich gute Nachbarschaft und ein soziales Miteinander. Auch für die Neustadt wäre das eine gute Sache.“ Janina Stehmeier lebt hier in der eigenen Wohnung statt in einem Wohnheim: „Hier kann ich mir aussuchen, mit wem ich zusammen leben möchte!“ Und ihre Schwester Denise ergänzt: „Im Heim ging es Janina nicht gut. Jetzt ist sie viel selbstständiger.“

Diese Selbstbestimmung strebte auch Andrea Sabellek mit dem Projekt „Gemeinschaftliches Wohnen“ an. „Wir haben einen Neubau errichtet, und da von Anfang an auf wirkliche Barrierefreiheit geachtet wurde, hat dies auch kaum Mehrkosten verursacht.“ Mit einer Bereitstellung eines öffentlichen Grundstückes für Gruppen, die gemeinschaftliches Wohnen praktizieren wollen, könnte in der Neustadt ein ähnliches Neubauprojekt wie in Findorff entstehen, bei dem behinderte und nichtbehinderte Bewohnerinnen und Bewohner eine Hausgemeinschaft bilden. „Interessentinnen und Interessenten gibt es dafür genug“, so Andrea Sabellek. Meike Austermann-Frenz von der Beratungsstelle kom.fort bestätigt: „In Altbauten kann es wegen der zusätzlichen Kosten manchmal schwierig werden, Barrierefreiheit herzustellen. Aber inzwischen unterstützen auch die Wohnungsbaugesellschaften ihre MieterInnen bei notwendigen Anpassungsmaßnahmen.“ In Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle „Selbstbestimmt Leben“ hat sie im Auftrag des Bausenators eine Vermittlungsagentur für barrierefreie Wohnungen aufgebaut, die bis Ende des Jahres finanziert ist. „Diese Arbeit müsste unbedingt fortgesetzt werden“ fordert sie.

Über Barrierefreiheit im öffentlichen Raum berichtete Harald Kellner. Mit seinem Elektrorolli ist er vom Besuch vieler Geschäfte ausgeschlossen: „Die haben oft eine „Rollstuhlsicherung“ am Eingang – ein oder zwei Stufen, die Rollis einfach nicht überwinden können.“ In kleinen Nebenstraßen ist Kellner oft gezwungen, die Fahrbahn zu benutzen, denn hohe Bordsteinkanten, die nicht abgesenkt sind, und auf dem Gehweg parkende Autos sind unüberwindbare Hindernisse für ihn.

„Gut, dass Bremen seit etwa 2 Jahren vorbildliche Richtlinien für Barrierefreiheit im öffentlichen Raum hat“, stellt der Architekt Christoph Theiling fest. Für ihn ist Barrierefreiheit auch ein Werbemerkmal: „Das Motto ‚Hier kommt man in jedes Geschäft rein‘ würde auch der Neustadt gut anstehen – eine Aufnahme in den Stadtführer barrierefreies Bremen (PDF) wäre ihr gewiss und bestimmt auch bundesweite Aufmerksamkeit!“


Grüner Montag zum Verkehr in der Neustadt

„Offensichtlich haben wir mit unserem Thema einen Nerv der Neustädterinnen und Neustädter getroffen“, freut sich Judith Kumfert, Vertreterin der Neustädter Stadtteilgruppe der Grünen nach dem ersten Themenabend zu drängenden Problemen der Neustadt. „Wir nehmen viele Anregungen für unsere Arbeit mit.“

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„Wieviel Auto verträgt die Neustadt“ war der provozierende Titel, unter dem die Grünen in die Zionsgemeinde eingeladen hatten. Maike Schaefer, verkehrspolitische Sprecherin der Bürgerschaftsfraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN, antwortete mit einem Zitat von Coco Chanel: „Weniger ist mehr.“ Sie berichtete vom jüngst von der Bürgerschaft beschlossenen Klimaschutzprogramm 2020, das zukünftig in Bremen für „gute Luft“ sorgen soll. „Mehr Carsharing und Lärmschutz durch Geschwindigkeitsbegrenzungen werden zusätzlich eine spürbare Entlastung der Neustadt bringen“, versicherte die grüne Abgeordnete. Mit Gunter Mischner vom ADFC ist sie sich einig in der Einschätzung, dass eine ausreichende Anzahl von diebstahlsicheren und bequemen Fahrradabstellanlagen eine wichtige Voraussetzung dafür ist, immer mehr Menschen das Fahrrad schmackhaft zu machen. „Warum wird der Schnee zuerst von den Fahrbahnen geräumt? Wertschätzung für andere Verkehrsarten bedeutet, auch für sie die Wege frei zu machen. Und die meisten der in der Neustadt zurückgelegten Wege sind kürzer als 6 km , die müssen nicht alle mit dem Auto gemacht werden“, konstatierte Mischner.

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Rike Krämer, für die Grünen im Verkehrsausschuss des Beirats Neustadt, wies darauf hin, dass Anträge zur Errichtung von Fahrradbügeln auf den Straßen durchweg wohlwollend beurteilt würden; diese Anträge seien an das ASV (Amt für Straßen und Verkehr) zu richten.

Max Rohrer vom VCD berichtete von seinen Erfahrungen als Mobilitätsberater. „Oft sind es nur Kleinigkeiten, warum Menschen sich nicht auf alternative Verkehrsmittel zum Auto einlassen: Mal fehlt eine diebstahlsichere Abstellmöglichkeit vor dem Haus, mal sind es die nassen Schuhe, mit denen man sich nicht den ganzen Tag herumärgern möchte. Abhilfe schaffen dann beispielsweise ein in die Wand gedübelter Haken oder Überziehgamaschen.“ Nachdem die Regierungschefs der Welt in Kopenhagen bei der UN-Klimakonferenz im Dezember 2009 so kläglich versagt haben, sollten und können wir in der Neustadt zeigen, dass wir etwas gegen den Klimawandel unternehmen werden.

Für Nachfragen wenden Sie sich bitte an Judith Kumfert 559 046 84 oder Günter Warsewa 53 21 99.


Grüner Beschlussvorschlag zum Werdersee-Wald

Beschlussvorlage der Neustädter Grünen für die Sitzung des Beirats Neustadt am 20. August 2009

Zum Thema „Werdersee-Wald“ gibt der Beirat Neustadt folgende Stellungnahme ab:

Der Beirat Neustadt stellt in aller Form fest, dass er mit der Beplanung der öffentlichen Grünfläche des sog. „Werdersee-Waldes“ im Zuge der Stadtwerder-Bebauung bislang nicht offiziell befasst war. Er hat dazu bislang auch keine Beschlussfassung getroffen. Eine Beschlussfassung kann erst nach Vorlage der Plandokumente im Zuge der Befassung durch den Beirat als Träger öffentlicher Belange erfolgen. Dies ist bisher nicht geschehen.

Unabhängig von der Terminierung dieser Befassung erklärt der Beirat Neustadt sein Interesse an einer Planung, die das betreffende Areal so weit als irgend möglich in seiner vorhandenen Struktur erhält. Der Beirat drückt darüber hinaus seine Erwartung aus, interessierte Bürgerinnen und Bürger umfänglich in die Diskussion der Planungen einzubeziehen. Der Beirat Neustadt erwartet, dass das Areal des „Werdersee-Waldes“ bis zu der erforderlichen Stellungnahme durch den Beirat ohne Einschränkungen unangetastet bleibt!


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