=====Beiratssitzung aktuell===== Die nächste Sitzung des Beirats Neustadt findet statt am **Donnerstag, den 16. Februar 2012, 19:00 Uhr** im Zentrum des SOS Kinderdorf, Friedrich-Ebert-Straße 101, 28199 Bremen Sitzungssaal (Eingang Neustadtscontrescarpe) Vorschlag zur Tagesordnung 1. Genehmigung der Tagesordnung 2. BürgerInnenanträge, Fragen und Wünsche in Stadtteilangelegenheiten 3. Genehmigung der Protokolle Nr. 06/11-15 vom 15.12.2011 und 07/11-15 vom 19.01.2012 4. Vorstellung des Stadtteilkonzeptes für die Kinder- und Jugendförderung in der Neustadt dazu: Sozialzentrum–Süd, Sachgebietsleitung Junge Menschen, TrägervertreterInnen 5. Nachwahl eines Mitgliedes in die Seniorenvertretung für den Beirat Neustadt 9. Bericht des Beiratssprechers 10. Verschiedenes 11. Berichte des Amtes {{page>Stadtteilgruppe-Neustadt:Startseite#GRÜNER MONTAG - AKTUELL}} ====GRÜNER MONTAG ZU WIRTSCHAFTSWACHSTUM==== **Diskussion über Wirtschaftswachstum und Politik der Mäßigung** „In Bremen und in der Neustadt gibt es viele erfolgreiche Projekte und Unternehmen, die nicht vor allem auf Wachstum setzen und gerade deshalb erfolgreich sind“, freute sich der grüne Umweltsenator Reinhard Loske beim letzten „GRÜNEN MONTAG“, der auf Einladung der grünen Stadtteilgruppe dieses Mal im vollbesetzten Lokal „Falstaff“ stattfand. Loske stellte seine – auch als Buch veröffentlichten - Thesen zum Abschied vom Wachstumszwang vor. Der Senator erläuterte seine Überlegungen zur Zurückdrängung allgegenwärtiger Kommerzialisierung, zur Entwicklung neuer Lebens- und Arbeitsmodelle und zur Regionalisierung von Wirtschaftskreisläufen. Als konkretes Beispiel für eine vernünftige Verringerung von Wachstumsdynamik führte Loske Beispiele für praktische Wiederverwertung an: die Bauteilbörse als günstige Beschaffungsquelle für Menschen mit wenig Geld, gleichzeitig aber auch als Fundgrube für Betuchte, die bei Renovierung oder Neubau auf die Verwendung authentischer Stücke und Materialien Wert legen; aber auch die ZwischenZeitZentrale, die - gefördert durch den Bausenator – Zwischennutzungen für brachliegende Gebäude und Flächen in Bremen organisiert. Renate Heitmann, Geschäftsführerin der Bremer Shakespeare Company, verwies darauf, dass gerade Kunst und Kultur sich nicht den überall spürbaren Wachstumszwängen unterordnen dürften; Kreativität brauche Zeit und nur unter dieser Voraussetzung könne Kunst auch dazu beitragen, Problemlösungen und neue Lebensmodelle zu entwickeln. Mehr Verfügungsgewalt über die eigene Zeit und eine gerechtere Verteilung von Arbeitszeiten forderte auch Inge Danielzick, Leiterin des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt in Bremen. „So können mehr Menschen an Wachstumsentwicklungen teilhaben. Andererseits wären dann diejenigen, die einer bezahlten Arbeit nachgehen, nicht so stark den Flexibilitätszwängen und dem Stress der modernen Arbeitswelt ausgesetzt.“ Auch Wilmar Bressel, Geschäftsführer der Silberwarenmanufaktur Koch & Bergfeld, konnte sich den Loske-Thesen weitgehend anschließen, indem er Qualität und Langlebigkeit von Gebrauchsprodukten in den Blick rückte. Hochwertige Produkte seien auch als „Statement gegen Wegwerfgesellschaft und Beliebigkeit zu verstehen“, und diese Philosophie drücke sich ebenso im Umgang mit Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen wie in den Produktionsverfahren oder in der Umweltkampagne seiner Firma aus. Ob und wie eine „Politik der Mäßigung“ tatsächlich umsetzbar sei und welche Folgen dabei für die Beteilig-ten zu erwarten wären, war dann auch Gegenstand der intensiven Diskussion, in die sich die Zuhörer/innen engagiert einmischten. Nicht zuletzt darin sah Moderator Günter Warsewa eine Ermutigung für die weitere Suche nach Alternativen zu den unheilvollen Wachstumszwängen und eine Bestätigung für die Arbeit der GRÜNEN. {{page>stadtteilgruppe-neustadt:gruener-montag-zur-barrierefreiheit-in-der-neustadt}} ---- {{page>stadtteilgruppe-neustadt:gruener-montag-zum-verkehr-in-der-neustadt}} {{page>Startseite-Archiv#Grüner Beschlussvorschlag zum Werdersee-Wald}}