Am 30. April wird in einer Deputationssitzung über die Bremer Umweltzone entschieden. Bis dahin ist es wichtig, entschieden für eine Umweltzone in Bremen einzutreten. Umweltverbände, Befürworter der Umweltzone und natürlich auch wir organisieren hierzu folgende Aktionen:
Herz-Kreislauferkrankungen, wie z.B. ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall, Krebs, Atemwegserkrankungen, Asthma und Allergien sind nur einige Beispiele für Krankheiten, die durch den Straßenverkehr erzeugt werden. Ausgelöst werden sie vorrangig durch kleine Staubpartikel - Feinstaub genannt - und Stickstoffdioxid.
In Bremen werden seit Jahren an verschiedenen Stellen gesetzlich vorgeschriebene Grenzwerte der Luftverschmutzung überschritten. Würden Sie Lebensmittel essen, die nicht den Gesundheitsvorschriften entsprechen? Sicherlich nicht.
Die Bremer Luft müssen Sie aber einatmen. Laut Weltgesundheitsorganisation sterben alleine in Deutschland jährlich 70.000 Menschen an den Folgen von Feinstaub.
Ihre durchschnittliche Lebenszeit wird allein durch Feinstaub in Deutschland um 10,2 Monate gesenkt - in Bremen sogar um einiges mehr.
Das ist erschreckend! Aber man kann sehr viel dagegen unternehmen. Eine effektive Maßnahme ist die Einführung einer Umweltzone.
Umweltzonen verbessern z.B. erheblich die Atemluft: Vorrangig reduzieren sie den Anteil von Dieselfahrzeugen, die besonders viel des gefährlichen Feinstaubs ausstoßen, gegen die sich der Körper kaum wehren kann.
Derzeit ist ein großer Streit um die Einführung einer Umweltzone in Bremen ausgebrochen. Dabei ist mittlerweile der dringend notwendige Schutz unsere Gesundheit in den Hintergrund der Diskussion geraten und folgende falsche Informationen stehen im Vordergrund:
Kurz vor der Entscheidung über die Einführung einer Umweltzone in Bremen, wird insbesondere seitens der Wirtschaft gegen die Umweltzone vorgegangen. Die Bedenken der Betriebe müssen natürlich ernst genommen werden, denn niemand will den Betroffenen die Existenz wegnehmen und die Wirtschaftlichkeit der Unternehmen muss gesichert bleiben. Aber auch die Wirtschaft hat eine Verantwortung gegenüber der Bevölkerung. Den Schutz der Gesundheit aller Bremer Bürgerinnen und Bürger wollen wir dagegen wieder in den Vordergrund stellen:
Am Mittwoch, den 30. April um 11.45 Uhr vor dem Ansgaritor-Saal (Ansgarikirchhof) (Update: Die Sitzung findet nicht statt. Ein neuer Sitzungstermin steht noch nicht fest) beabsichtigen wir Forderungen in die dort stattfindende Deputationssitzung zur Bremer Umweltzone einzureichen.
Umweltverbände und andere Befürworter der Umweltzone werden anwesend sein.
Nehmen Sie an den Aktionen teil - treten Sie aktiv für ihre Gesundheit ein - informieren Sie andere über die geplanten Aktionen, helfen Sie uns für eine vernünftige Maßnahme zur Verbesserung der Bremer Atemluft zu protestieren.
Aktionskonferenz Nordsee, Bürgerinitiative Keine Stadtautobahn, Ulrich DRaub - BI Rembertiring, Bremer Erzeuger-Verbraucher-Genossenschaft, Grüne Stadtteilgruppe Neustadt, NABU Bremen