Grüner Montag zum Verkehr in der Neustadt

„Offensichtlich haben wir mit unserem Thema einen Nerv der Neustädterinnen und Neustädter getroffen“, freut sich Judith Kumfert, Vertreterin der Neustädter Stadtteilgruppe der Grünen nach dem ersten Themenabend zu drängenden Problemen der Neustadt. „Wir nehmen viele Anregungen für unsere Arbeit mit.“

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„Wieviel Auto verträgt die Neustadt“ war der provozierende Titel, unter dem die Grünen in die Zionsgemeinde eingeladen hatten. Maike Schaefer, verkehrspolitische Sprecherin der Bürgerschaftsfraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN, antwortete mit einem Zitat von Coco Chanel: „Weniger ist mehr.“ Sie berichtete vom jüngst von der Bürgerschaft beschlossenen Klimaschutzprogramm 2020, das zukünftig in Bremen für „gute Luft“ sorgen soll. „Mehr Carsharing und Lärmschutz durch Geschwindigkeitsbegrenzungen werden zusätzlich eine spürbare Entlastung der Neustadt bringen“, versicherte die grüne Abgeordnete. Mit Gunter Mischner vom ADFC ist sie sich einig in der Einschätzung, dass eine ausreichende Anzahl von diebstahlsicheren und bequemen Fahrradabstellanlagen eine wichtige Voraussetzung dafür ist, immer mehr Menschen das Fahrrad schmackhaft zu machen. „Warum wird der Schnee zuerst von den Fahrbahnen geräumt? Wertschätzung für andere Verkehrsarten bedeutet, auch für sie die Wege frei zu machen. Und die meisten der in der Neustadt zurückgelegten Wege sind kürzer als 6 km , die müssen nicht alle mit dem Auto gemacht werden“, konstatierte Mischner.

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Rike Krämer, für die Grünen im Verkehrsausschuss des Beirats Neustadt, wies darauf hin, dass Anträge zur Errichtung von Fahrradbügeln auf den Straßen durchweg wohlwollend beurteilt würden; diese Anträge seien an das ASV (Amt für Straßen und Verkehr) zu richten.

Max Rohrer vom VCD berichtete von seinen Erfahrungen als Mobilitätsberater. „Oft sind es nur Kleinigkeiten, warum Menschen sich nicht auf alternative Verkehrsmittel zum Auto einlassen: Mal fehlt eine diebstahlsichere Abstellmöglichkeit vor dem Haus, mal sind es die nassen Schuhe, mit denen man sich nicht den ganzen Tag herumärgern möchte. Abhilfe schaffen dann beispielsweise ein in die Wand gedübelter Haken oder Überziehgamaschen.“ Nachdem die Regierungschefs der Welt in Kopenhagen bei der UN-Klimakonferenz im Dezember 2009 so kläglich versagt haben, sollten und können wir in der Neustadt zeigen, dass wir etwas gegen den Klimawandel unternehmen werden.

Für Nachfragen wenden Sie sich bitte an Judith Kumfert 559 046 84 oder Günter Warsewa 53 21 99.