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Stadtteilgruppe Neustadt

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Programm 1995

Liebe Neustädter und Neustädterinnen,

wir, die Stadtteilgruppe von Bündnis 90 /Die GRÜNEN, möchten Sie einladen zu einer kleinen Zeitreise. Folgen Sie uns auf eine Besichtigungstour durch die Neustadt, wie sie im Jahre 2005 aussehen könnte. Selbstverständlich sind unsere Vorstellungen von einem attraktiven Stadtteil, die wir hier aufgeschrieben haben, nur eine von vielen Möglichkeiten, wie sich die Neustadt in Zukunft entwickeln könnte. Und sicherlich haben wir auch eine Menge wichtiger und notwendiger Veränderungen vergessen.

Wir möchten Sie daher bitten, sich von unserer Zeitreise inspirieren zu lassen und uns mitzuteilen, welche anderen oder zusätzlichen Ideen für eine lebenswerte Neustadt Sie haben. Zum Dank für Ihre Mühe verlosen wir unter allen, die sich an dieser Aktion beteiligen: Zwei Eintrittskarten für die Shakespeare-Company; ein Essen auf „dem Schiff“ für zwei Personen und eine Monatskarte der BSAG. Die Verlosung der Gewinne wird am Wochenende der Bürgerschaftswahl, d.h. am 13./14.5.95 stattfinden und falls Sie zu den Gewinnern bzw. Gewinnerinnen gehören, werden wir Sie benachrichtigen. Bitte vermerken Sie daher deutlich ihre Anschrift.

Sie können uns aber auch an den Samstagen vor der Bürgerschaftswahl an unseren Ständen am Gottfried-Menken-Markt oder am Delmemarkt besuchen und Ihre Ideen selbst vorbeibringen. Da wir u.U. die eingegangenen Zukunftsideen eröffentlichen möchten, teilen Sie uns bitte mit, ob Sie dabei mit der Nennung Ihres Namens einverstanden wären. Trotz aller unverkennbaren Probleme - übermäßige Verkehrsbelastungen, unzureichende Kinderbetreuung und vieles mehr - sind wir der Meinung, daß es sich lohnt, für eine Verbesserung der Lebensbedingungen in unserem Stadtteil zu streiten.


Eine Stadtteilbesichtigung im Jahre 2005

„Alles fällt nach unten!“ Dieses Naturgesetz scheint hier auf dem Teerhof außer Kraft gesetzt. Bei freundlichem Sommerwetter übt die Jonglierklasse der „Bremer Schule für Jongleure und Straßenkunst“ auf dem Rasen zwischen Weser und dem extravaganten Schulgebäude vor SpaziergängerInnen, TouristInnen und Angestellten, die sich hier in ihrer Mittagspause versammeln. Nachdem sich vor einigen Jahren die Pläne zerschlagen hatten, in Bremen einen Space-Park anzusiedeln, kamen ein paar findige Leute auf die Idee, die Überwindung der Schwerkraft in der Natur und in den Köpfen zum Thema des immer noch umstrittenen Kulturdrittels auf dem Teerhof zu machen. In den seither vergangenen 8 Jahren hat sich die Schule, die schließlich von einer Bremer Brauerei, einem Luftfahrtunternehmen und den Spediteuren des GVZ gegründet wurde, zu einem europäischen Zentrum für Straßenkunst und einem vielbeachteten Anziehungspunkt in der Bremer Innenstadt entwickelt.

Unterhalb der Schule an der Kleinen Weser liegen die Boote, die mittlerweile ein beliebtes Transportmittel zwischen der Innenstadt, dem Buntentor, Huckelriede und Habenhausen geworden sind. Wahlweise mit Tret- oder Elektroantrieb gleitet man gemächlich unter der St. Pauli-Brücke hindurch. Auf der Brücke findet gerade mal wieder eine der Stau- und Hupdemonstrationen statt, mit denen ein verlorenes Häuflein verbliebener ADAC-Mitglieder seit einigen Jahren regelmäßig gegen die ihrer Meinung nach unzumutbaren Behinderungen für AutofahrerInnen in Bremen protestiert.

Gleich hinter der Piepe ragt auf der rechten Seite der Turm der Städtischen Galerie am Buntentor über den Deich. Hier hat sich ein beliebter Neustädter Treffpunkt gebildet, seitdem Veranstaltungs- und Übungsräume für Musik- und Theatergruppen und der lange geplante Biergarten endlich eingerichtet worden waren. Heute nachmittag ist nichts Besonderes los, aber etliche Leute, Grüppchen und Gruppen sitzen und liegen am Deich, um sich beim Einkaufen auf dem Buntentorsteinweg zwischendurch eine Pause zu gönnen oder einfach einen schönen Tag zu genießen.

Wie wir am Deichschart feststellen können, wird in der Neustadt aber nicht nur jongliert und am Deich gelungert. Direkt am Weser-Radfernwanderweg gelegen, exi- stiert hier seit 1998 das erste Fahrrad-Hotel Norddeutschlands, das von April bis Oktober die beste Bettenauslastung aller Bremer Hotels aufweist.

„Verdammte Tretbootrowdies! Paßt doch auf, wo ihr hinfahrt.“ Beinahe wären wir mit einer Luftmatratzenpaddlerin zusammengestoßen. An dieser Stelle des Werdersees zwischen Deichschart und Badestrand auf der Werderinsel erinnert das Gewimmel im Wasser an frühere Zeiten, als FußgängerInnen und RadfahrerInnen ständige Konflikte auf viel zu engen Fuß- und Radwegen hatten. Auf die vielfältige und massenhafte Nutzung des Werdersees, die durch die Sanierung der Weser erst wieder möglich geworden war, hat man sich noch nicht richtig eingestellt - aber der Vorschlag, Ampeln und Fahrspuren im Wasser einzurichten, wird wohl wenig Aussicht auf Verwirklichung haben.

Dort, wo das Gewimmel im Wasser wieder abnimmt, liegt zur Rechten das neue Mischgebiet Huckelriede. Nachdem hier die ehemaligen Bundeswehranlagen aufgegeben worden waren, fanden sich schnell zahlreiche Familien, die nun in dieser günstigen Lage die zweite autofreie Siedlung Bremens bewohnen. Direkt daran angrenzend wurde der Gewerbehof Huckelriede angelegt, in dem - nach nicht ganz einfacher Gewöhnung - nun alteingesessene Betriebe, moderne Dienstleister, Kunstgewerbler und nicht zuletzt die ehemals aus dem Buntentor vertriebene Frauenkooperative eine produktive und für alle einträgliche Mischung bilden. Eine der ersten Gemeinschaftsaktionen, die aus diesem Gewerbehof heraus entstanden, war übrigens die Anlage einer allgemein genutzten Obstbaumallee auf jener Wegstrecke zwischen Deichschart und Huckelrieder Platz, die vor langer Zeit einmal der legendären „Mozart-Trasse“ vorbehalten worden war.

Wir erreichen das Ende unserer kleinen Bootsfahrt auf der Höhe Niedersachsendamm. Nachdem wir unser Tretboot am Anleger festgemacht haben, folgen wir der Allee entlang der Roland-Klinik bis zu den renovierten Kasernen, die nach wie vor überwiegend von eingewanderten türkischen Familien bewohnt werden. Im Zuge der Sanierung und Belebung des ganzen Ortsteils Huckelriede hatten die ihre Chance erkannt und in einer verblüffenden Koalition mit deutschen NachbarInnen, dem Beirat, der evangelischen und der katholischen Kirche sowie dem Landessportbund eine Initiative zur Errichtung des ersten interkulturellen Forums in Bremen gestartet. Mittlerweile sind der Basar, der deutsch-türkische Kindergarten, die Moschee und das türkische Bad bereits in Benutzung; über die Trägerschaft und Gestaltung der geplanten Koranschule und des Kurbades gibt es zwischen den deutsch- und türkischstämmigen Gruppen bislang noch keine Einigung. Im Verlauf der mühsamen Verwirklichung dieses Projektes hatte sich übrigens eine eingebürgerte Türkin durch besonderes Vermittlungsgeschick hervorgetan, das inzwischen dem ganzen Stadtteil zugute kommt, da sie nach der Beirätewahl 1999 zur Sprecherin des Beirats Neustadt gewählt wurde.

Nachdem wir uns auf dem Basar mit etwas Wegverpflegung versorgt haben, setzen wir unseren Rundgang fort. Wir überqueren die Fahrradtrasse, die von Kattenturm kommend, durch die Neustadt bis in die Innenstadt und weiter nach Horn-Lehe führt und erreichen die Altenwohnanlagen zwischen Kirchweg und Bezirkssportanlage-Süd. Unerwarteter Lärm schallt uns entgegen, der gar nicht zu einem Seniorenheim passen mag. Tatsächlich sind es auch Kinder in verschiedenen Altersstufen, die hier fröhlich herumtoben - umgeben von einer Anzahl alter Menschen, die sich offenkundig über „ihre kids“ amüsieren. Die Zusammenlegung von Alten- und Kinderbetreuungseinrichtungen, mit der man in Bremen seit der großen Sparwelle in den 90er Jahren experimentierte, hatte zunächst erhebliche Skepsis hervorgerufen. Aber mit der Zeit stellte sich heraus, daß dies nicht nur billiger war als die frühere „Sonderbehandlung“ von Kindern und Alten, sondern auch allen Beteiligten großen Spaß macht.

Durch die Gartenstadt-Süd - mittlerweile ein Musterbeispiel für die attraktive und ökologische Sanierung trister Siedlungen aus den 60er Jahren - führt uns der Weg bis zur Neuenlander Straße. Man kann sich gar nicht mehr vorstellen, daß hier noch vor wenigen Jahren LKW-Schlangen und Massen von PKWs auf einer vierspurigen Piste durch den Stadtteil rasten. Stattdessen gibt es nur noch zwei Fahrspuren, die überwiegend von Bussen, Taxis und Gemeinschaftsautos benutzt werden. Gesäumt von Baumreihen fährt in der Mitte die neue Ringbahn, die tagsüber Einpendler und andere Personen befördert und ihnen so das lästige und in den meisten Fällen überflüssige Umsteigen in der Innenstadt erspart. Nachts werden zusätzliche Güterstraßenbahnen eingesetzt, die über einen Anschluß an das Güterverkehrszentrum im Niedervieland einen großen Teil der Warenverteilung über die Stadt bewältigen.

Gerade als wir in die nächste Bahn einsteigen wollen, schwebt nahezu geräuschlos einer der modernen Zeppeline über uns hinweg, die hier in Bremen produziert werden und sich nunmehr den Flughafen mit den wenigen Flugzeugen teilen, die noch Bremen anfliegen. Aufgrund verschiedener Maßnahmen der Bundesregierung war gegen Ende der 90er Jahre das Fliegen so kostspielig geworden, daß der Inlandsflugverkehr zum Teil aufgegeben und zum Teil auf die neuen Zeppeline verlagert worden war. Für die Beschäftigten des Flughafens und der Bremer Luftfahrtindustrie war das eine unerfreuliche Zeit, weil damals zahlreiche Arbeitsplätze auf dem Spiel standen. Erst durch eine deutliche Arbeitszeitverkürzung und die Aufnahme der Zeppelinproduktion konnten die Belegschaften weiterbeschäftigt werden. Hartnäckige Gerüchte besagen, daß der Bremer Senat damals nur zu den notwendigen Finanzhilfen bewogen werden konnte, weil der Präsident des Senats so als erster Regierungschef der Welt in den Genuß eines Dienstzeppelins kommen konnte.

Heute hat sich das „Luftfahrt-Modell“, das auf der Basis einer 24-Stunden-Woche den Beschäftigten große Freiräume bei der Verteilung ihrer Arbeitszeiten über die Woche und über das Jahr bietet, in weiten Bereichen der Wirtschaft durchgesetzt und die ehemals deprimierenden Arbeitslosenzahlen gehören der Vergangenheit an. Mutige Veränderungen wie diese führten übrigens auch dazu, daß in Bremen nach der Jahrtausendwende wieder mehr Geld verdient als ausgegeben wurde. Manche Leute denken noch etwas wehmütig an die Zeiten, als Bremen vom Bund und von den Bundesländern bequeme Finanzspritzen erhielt und nicht wie heute selbst zu den Nettozahlern gehörte.

Wir verlassen die Ringbahn an der Haltestelle Langemarckstraße. Hier soll einmal - ebenso wie an der Friedrich-Ebert-Straße - ein riesiger Verkehrsknoten geplant gewesen sein. Die schwierige Finanzlage Bremens in den 90er Jahren hatte aber nicht zuletzt dazu beigetragen, daß solche Asphalt- und Betonplanungen schließlich im Papierkorb landeten. Die damalige Suche nach neuen Einnahmequellen hatte überdies auch eine Parkraumbewirtschaftung in Bremen vorangebracht, die den AutofahrerInnen - gemessen an den Bodenpreisen in der Stadt und dem zusätzlichen Erhaltungsaufwand - „ehrliche“ Preise für Parkplätze abforderten. Da gleichzeitig die Bahnverbindungen ins Bremer Umland wesentlich verbessert werden konnten, hatte das zur Folge, daß kaum noch Einpendler mit dem Auto in die Stadt kamen. Die AnwohnerInnen im Bereich der Neuenlander Straße konnten erstmals seit langer Zeit aufatmen, zumal durch ein LKW-Führungsnetz die - ohnehin reduzierten - Gütertransporte vom und zum GVZ über die Oldenburger Straße nach Süden geleitet wurden.

Auf unserem Weg durch die kleinen Wohnstraßen zwischen Langemarck- und Friedrich-Ebert-Straße wird uns ein weiterer Effekt der Verkehrsberuhigungen deutlich. Wo früher die Straßenränder vollständig zugeparkt waren, finden wir heute zahlreiche Lücken, Fahrradständer, spielende Kinder und Leute, die ihre Vorgärten wieder benutzen, um dort mit Nachbarn zu klönen oder Zeitung zu lesen.

Am Delmemarkt angelangt, steigen wir die geschwungene Außentreppe zum Dachcafé über dem Supermarkt hinauf. Von hier aus läßt sich das neue Schmuckstück der Neustadt bestens übersehen. Auf den ersten Blick ist zu erkennen, daß die Mischung der Straßennutzungen, die vor einigen Jahren eingeführt wurde, mittlerweile gut funktioniert. FußgängerInnen, FahrradfahrerInnen, Autos und selbst die Busse der BSAG und des Neustädter Shuttle-Verkehrs können die gesamte Breite der Straße benutzen und kommen prima zurecht. Eine ganz selbstverständliche Verkehrsberuhigung, die auch den Einzelhändlern zugute kommt, denn so belebt wie heute war die Pappelstraße noch nie. Unter uns hält gerade einer der elektrogetriebenen Shuttle-Busse, die tagsüber die Einkaufszentren in Pusdorf, in der Pappelstraße und am Buntentorsteinweg verbinden und abends die gemeinsamen Auslieferungen der Neustädter Einzelhändler erledigen.

Eine Freundin kommt vom Frauenfußball bei der BTS Neustadt und gesellt sich für eine Weile zu uns. Nachdem sie ihren Milchkaffee bestellt hat, berichtet sie von dem Streit, den sie gerade mit einigen anderen Vereinsmitgliedern hatte. Die hatten sie nämlich dabei erwischt, wie sie achtlos eine Zigarettenkippe ins Gebüsch geworfen hatte und ihr darauf längere Vorhaltungen über soziale Verantwortung, Kinder, Gesundheit und ähnliches gemacht. Amüsiert erzählt sie, daß es sich z.T. um „Kunden“ ihrer ehemaligen Arbeitsstelle, der Neustädter Drogenberatung gehandelt hat. „Irgendwie sind wir da mit unserer Antidiskriminierungs- und Integrationsstrategie wohl über's Ziel hinausgeschossen.“

Wir setzen unseren Weg nun zu Fuß durch die Delmestraße fort und erreichen die Neustadtswallanlagen. Obwohl bereits 1995 fertige Planungen für die Moder- nisierung der Anlagen vorlagen, sind die letzten Arbeiten hier erst vor zwei Jahren abgeschlossen worden. Manchmal braucht Bürgerbeteiligung eben etwas Zeit. Dafür hat nun aber die Eltern- und Anwohnerinitiative ihren selbstorgansierten Servicekiosk mit Toiletten, Wickeltisch und Kochgelegenheit neben den wirklich gut und phantasievoll gelungenen Kinderspielplätzen bekommen, die Wegeführung ist so, daß sich Fahrradfahrer und spielende Kinder nicht übermäßig stören und selbst für Jugendliche sind einige reizvolle Sport- und Rückzugsecken eingerichtet worden. Vom Sportplatz nebenan ertönen die Rufe der Schüler und Schülerinnen der Schule am Leibnizplatz, die heute nachmittag zusammen mit andern Kindern ihre offene „Baseball-AG“ haben. Die Beteiligung vieler Menschen an den vielfältigen Aktivitäten in der Schule am Leibnizplatz zeigt, daß mittlerweile das Konzept der „Stadtteilschule“ ein selbstverständlicher und akzeptierter Bestandtteil des Lebens in der Neustadt geworden ist.

Durch die alte Neustadt und über die Wester- und die Grünenstraße, wo das ehemals besetzte Haus und das Wohnprojekt „anders wohnen“ inzwischen die Nachbarschaft dadurch irritieren, daß die „gesetzten Herrschaften“, die hier mittlerweile wohnen, immer noch an ihren merkwürdigen Ideen vom gemeinschaftlichen Wohnen und Leben festhalten, führt uns der Weg zurück zur Kleinen Weser. Früher hätte uns hier der wundervolle und für Bremen so typische Duft von Kaffee, Bierbrauerei und Schokolade geleitet, aber leider ist davon nur noch ganz selten etwas zu spüren. Auch der begrüßenswerteste Umweltschutz hat manchmal seine betrüblichen Seiten.

Unterhalb des Künstlerhauses am Deich befindet sich der neueingerichtete Neustädter Jachthafen, der auch zu einer spürbaren Belebung des Teerhofes beigetragen hat. Unser Rundgang endet an der Weserbrücke und damit an dem imposanten Neustädter Tor, das von der Weserburg auf der einen und der Neuen Philharmonie auf der anderen Seite der Brücke gebildet wird. Der schiffsartig geschwungene Bau ragt weit in die Weser hinein und bietet mehr als 3.000 Menschen die Gelegenheit, Musikveranstaltungen aller Art in erster Qualität zu genießen. Zeitweilig war die Verwirklichung des Projektes dadurch stark gefährdet, daß der stadtbekannte Sparkassendirektor und der ebenso bekannte Konzertdirigent, die als Initiatoren dabei eine wichtige Rolle spielten, ihre Funktion als Kulturförderer mit einer Funktion als Landespolitiker verwechselten. Da sie jedoch nach der Bürgerschaftswahl 1995 in der bremischen Politik ohne Bedeutung blieben, konnten sie sich wieder ganz auf die Neue Philharmonie konzentrieren und hier tatsächlich Verdienste um Bremen erwerben. Die Eröffnung der Philharmonie fand schließlich im Jahre 2001 mit einer Operngala statt, die durchaus auch in Londonoder New York für Aufsehen gesorgt hätte.


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