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Presseerklärung vom 06.10.2006

Die Neustadt verträgt keinen Lkw zusätzlich

„Die Feinstaubbelastung der Neuenlander Straße liegt schon im 2. Jahr viel zu hoch – und nun zeigen die Messungen an der Westerstraße, dass auch dort Grenzwerte überschritten werden“ teilen Dr. Maike Schaefer, umweltpolitische Sprecherin und Christoffer Palmowski jugendpolischer Sprecher der Grünen in der Neustadt, mit. „Der sogenannte Aktionsplan an der hochgradig belasteten Neuenlander Straße hat sich im Kern auf einen Modellversuch beschränkt, der es bei `feuchtem Aufwischen´ belassen hat“. beklagt Maike Schaefer, umweltpolitische Sprecherin der Grünen in der Neustadt. „Statt einfach nur Warnschilder aufzustellen, müssen endlich konkrete Handlungen, wie zum Beispiel die geforderte Umrüstung von öffentlichen Verkehrmitteln (Busse) mit abgasarmen Techniken, erfolgen.“ Die Neustädter Bündnisgrünen sehen sogar eine verstärkte Belastung der Neustadt durch den zweiten Bremer Aktionsplan gegeben, der die Bismarckstraße und den Dobbenweg im Ortsteil Mitte entlasten soll. Dort werden Lkw mit veralteter Abgasnorm großräumig umgeleitet und sollen unter anderem durch die Neustädter Westerstraße einen anderen Weg in die Innenstadt finden. Aber auch dort ist kein Platz mehr für einen einzigen zusätzlichen „Stinker“, wie die behördlichen Messungen eindeutig zeigen. Schon jetzt ist der Tagesgrenzwert im Jahr 2006 in der Westerstraße 27mal überschritten worden, Der Jahresgrenzwert liegt bei 35 Überschreitungen und ist damit in unmittelbarer Reichweite. „Das werden wir uns in der Neustadt nicht gefallen lassen, dass Probleme in der Innenstadt mit Umleitungen auf die Neustadt verlagert werden und damit zusätzliche Feinstaubprobleme entstehen“, signalisiert Christoffer Palmowski, der Kinder- und Jugendexperte der Neustädter Grünen, „schließlich geht es gerade um die Gesundheit der Kinder, die von den Luftschadstoffen am stärksten belastet werden und deren Immunsystem von Feinstaub unnötig angegriffen wird. Denn deren Nasen sind nun mal den Auspuffen am nächsten.“

Aber auch ein weiterer Aspekt ist den beiden Grünen wichtig: „Die Friedrich-Ebert-Straße ist vermutlich genauso oder sogar noch mehr belastet als die Westerstraße“, betonen sowohl Christoffer Palmowski als auch Maike Schaefer und verweisen auf den gültigen Luftreinhalteplan und die zugrunde liegenden Gutachten, die diese wahrscheinliche Belastung deutlich aufzeigen. „Wir fordern, dass jetzt auch in der Friedrich Ebert-Straße die Luftgüte gemessen wird. Der Messwagen in der Westerstraße reicht nicht aus!“ Beide sind sich sicher, dass auch in der Friedrich-Ebert-Straße die Grenzen der Belastung erreicht sind und längst überschritten werden. „Jetzt wollen wir spätestens im Jahr 2007 auch in der Friedrich-Ebert-Straße die Wahrheit wissen“, so die beiden Grünen und fordern deswegen auch hier den schnellen Einsatz eines Messwagens. Die aktuellen Luftbelastungen können im Internet eingesehen werden unter: http://www.umwelt.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen02.c.5378.de.


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