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Stadtteilgruppe Neustadt

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A 281

Beim Bau der A 281 - gegen unseren Willen und mit 150 Mio. € Landesmitteln! - muss auf die Menschen, die dort wohnen, Rücksicht genommen werden. Die mit der A 281 zunehmenden Belastungen müssen durch Rückbauten im Straßennetz, z.B. die Neuenlander Straße, vermindert werden.


Ergebnisse des Runden Tisches A 281

Der Runde Tisch zur A 281 ist gescheitert. Die hohen Erwartungen konnten nicht erfüllt werden, da es keine Verhandlungsspielräume gab - das Scheitern war vorprogrammiert.

Wir - die Neustädter GRÜNEN - brachten nach der Beendigung des Rundes Tisches folgenden Antrag in den Beirat Neustadt ein:

Der Beirat Neustadt nimmt mit Enttäuschung und Bedauern den Beschluss des Senats vom 19.2.2008 zur weiteren Planung des BA 2/2 der A 281 zur Kenntnis.

Der Beirat Neustadt bekräftigt angesichts dessen nochmals die am Runden Tisch einvernehmlich zusammen mit dem Beirat Obervieland vorgetragenen Bedenken gegen die vorliegende Planung und untermauert gleichzeitig seine eigenen Positionen zu dem Bauabschnitt.

Im Einzelnen umfassen diese die folgenden für den Beiratsbereich Neustadt zentralen Positionen:

Anwohnerverträgliche Umsetzung des BA 5 mit einer Streckenführung auf kürzestem Weg in Richtung Brinkum möglichst mit Untertunnelung der Start- und Landebahn des Flughafens Bremen.

Verzicht auf die Querspange am Huckelrieder Knoten, da dieser das Risiko weiterer Verkehrsbelastungen birgt und ohnehin nur vorübergehend genutzt werden soll. Anstelle dessen favorisiert der Beirat verkehrslenkende Maßnahmen im Kreuzungsbereich sowie, falls erforderlich, bauliche Erweiterungen verbunden mit dem Aufkauf der am Knoten verbliebenen Wohnbebauung.

Verlängerung des Tunnels bzw. gedeckelten Trogs zum „Arster Zubringer“, da nur auf diese Weise die Belastungen der angrenzenden Straßenzüge substantiell gemildert werden können. Zusätzlich ist die technische Realisierbarkeuit einer veränderten Trassenführung zu prüfen, in deren Folge die Autobahn deutlich früher aus dem Trog kommend nach Süden abschwenkt und damit weiter vom Wohngebiet abrückt.

Der Beirat Neustadt bekräftigt abschließend seine Bereitschaft, für die mit den genannten Maßnahmen zu erwartenden zeitlichen Verzögerungen im Umfang von 2-3 Jahren seinen Teil der politischen Verantwortung zu übernehmen. Eine weitere Verzögerung der Fertigstellung des BA 2/2 wird deshalb für vertretbar erachtet, weil damit eine nachhaltige, auf Dauer akzeptierte Lösung möglich wird.

Der Antrag wurde vom Beirat Neustadt angenommen.


Die A 281 kommt - gegen unseren Willen

Die Beirat Neustadt hat am 27.03.2007 im Koordinierungsausschuss einen Beschluss zum Bauabschnitt 2.2 der A 281 gefällt. „Mit diesen Forderungen macht der Beirat klar, dass für ihn die Interessen der Menschen, die im Stadtteil leben, im Vordergrund stehen“, freut sich Janne Müller, für Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Beirat und Sprecherin des Koordinierungsausschusses. „Zu Recht fordern die Menschen im Stadtteil eine Änderung der jetzigen Pläne – und der Beirat hat heute der Verwaltung aufgegeben, in welche Richtung diese Änderungen gehen müssen.“

Die Grünen in der Neustadt, die wegen der immensen Belastungen, die eine Autobahn direkt im Stadtgebiet mit sich bringt, schon seit vielen Jahren gegen die A 281 kämpfen, begleiten die Planung besonders kritisch. Der von Grünen und SPD entwickelte und heute befürwortete Antrag fordert neben konkreten Umgestaltungen der jetzigen Planung (Verzicht auf die erhöhte Führung der Fahrbahnen und auf die sogenannte Spange, also der zusätzlichen Abfahrt Richtung Kattenturm, verbesserter Lärmschutz) auch eine Umplanung, damit der Stadtteil nicht zusätzlich durch eine überbreite Autoschneise zerschnitten wird. „Keinesfalls darf auf Kosten der Anwohnerinnen und Anwohner den Autos überall ein bequemes Durchkommen gesichert werden“, ist für die Grünen besonders wichtig. Auch für Menschen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind, muss es sichere und bequeme Wege geben.

„Von den nach allen Untersuchungen unverzichtbaren Rückbauten im bestehenden Verkehrsnetz ist nicht mehr die Rede – so geht es nicht“, sind die Grünen empört. „Ohne diese Maßnahmen kann die immer wieder vom Senat versprochene Entlastungswirkung der Autobahn aber auf gar keinen Fall eintreten – das Gegenteil wäre der Fall: noch mehr Autos, noch mehr Lärm und noch mehr Gestank!“ Auch der Forderung der Grünen nach weiteren Maßnahmen im Bau- und Stadtentwicklungsbereich, die zur Entlastung und Belebung Huckelriedes beitragen werden, wurde entsprochen. „Da der Stadtteil Huckelriede auch jetzt schon stark durch Verkehr belastet ist, war das längst überfällig“, so die Fraktionssprecherin der Grünen.

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