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Stadtteilgruppe Neustadt

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LCKW im Grundwasser

Noch ein weiter Weg bis zur Sanierung des Neustädter Grundwassers

Das Neustädter Grundwasser ist hochgradig mit leichtflüchtigen Chlorkohlenwasserstoffen (LCKW) verunreinigt. Doch welche Risiken gehen von dem kontaminierten Grundwasser aus und wann wird es saniert? Diese Frage diskutierten Experten und besorgte Bürger und Bürgerinnen bei einem Infoabend, veranstaltet von der Neustädter Stadtteilgruppe von Bündnis90/Die Grünen und der evangelischen Zionsgemeinde.

Die Vertreterin des Gesundheitsamtes, Sabine Luther, warnte zwar dringend davor, in den betroffenen Gebieten Hohentor, Neuenland und südliches Flüsseviertel, das Brunnenwasser zum Bewässern der Gärten oder für das Befüllen von Kinder-Plantschbecken zu verwenden, schloss eine akute Gefährdung für die Bürgerinnen und Bürger jedoch aus, solange sie nicht direkt mit dem Grundwasser in Kontakt kämen. Der Toxikologe Prof. Thiemann bezeichnete die LCKW-Altlast hingegen als eine „leckende Zeitbombe, die nicht im Boden bleiben dürfe“ und forderte eine schnelle Sanierung: „Es kann doch nicht sein, dass der Bürger nicht mehr seine Natur nutzen kann!“

Als weiterer Behördenvertreter machte Herr Pösel, Referatsleiter beim Umweltressort, deutlich, dass mit der Sanierung des kontaminierten Grundwassers allerdings nicht begonnen werden könne, solange die einzelnen Verursacher der Verunreinigungen nicht festgestellt und die Fragen der Kostenübernahme geklärt worden seien. Prof. Warrelmann vom Bremer Institut für Umweltforschung und Umwelttechnologie erläuterte gängige Sanierungsverfahren und konnte die Zuhörer/innen beruhigen, dass eine Sanierung des Grundwassers nicht mit dem Aufbau von riesigen Pumpstationen in den Gärten oder mit Bodenverwerfungen einhergingen. Dr. Karin Mathes, die umweltpolitische Sprecherin der Bremer Bündnis90/Die Grünen wies darauf hin, dass gerade finanziell schwache Mitbürger/innen nicht mehr ihr Brunnenwasser für ihre Gärten nutzen können und auf das kostspielige Trinkwasser ausweichen müssten: „Wie so oft muss der sowieso schon gebeutelte Bürger hierfür aufkommen, während die Behörden nur langsam reagieren“. Diplom Biologin Maike Schaefer (Bündnis90/Die Grünen) fasst zusammen: “Eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Behörden und den Bremer Forschungsinstituten ist unbedingt notwendig, um das vorhandene Wissen optimal nutzen zu können und schnellstens sowohl über die möglichen Gefahren hinreichend aufzuklären, als auch die Schadensfälle sachgerecht und schnell zu beseitigen. “

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